Archiv für Oktober 2010

ArtBabble

Donnerstag, 28. Oktober 2010

“ArtBabble was created so others will join in spreading the world of art through video.” Initiiert vom Indianapolis Museum of Arts ist ArtBabble eine Plattform, die Gespräche über Kunst per Videos, Blog und Twitter zusammenführt. Aus momentan 27 Museen werden regelmässig Videos zu einzelnen Werken, Werkgruppen, Künstlen oder sonstigen Aktivitäten hochgeladen und so gezielt tiefere Einblicke in Sammlungen und Tätigkeiten von Museen gegeben. Zu jedem Video werden zusätzliche Extra-Informationen zu Technik, Hintergrund und vielem mehr angeboten. Registrierte User haben die Möglichkeit, sich via Blog, Facebook und Twitter zu äussern.
Grundsätzlich eine schöne Seite, die Informationen zu Kunst übersichtlich bündelt und weiterverknüpft. Gleichzeitig bleibt die Plattform jedoch sehr in ihrem eigenen Zirkel. Es sprechen Museumsleute, Künstler für Museen über ihre Kunst. Videos können nur von Institutionen mit deutlichem Kunstbezug hochgeladen werden, einzelne Künstler oder Privatpersonen haben keine Möglichkeit, selbst Content zu generieren. Ihnen bleibt nur die Möglichkeit, sich dazu zu äussern. Doch als E-Learning-Tool spannend und informativ. Es bleibt zu hoffen, dass sich der Kreis der präsentierten Museen ausdehnt auch auf Häuser, die sowohl örtlich als auch inhaltlich nicht auf den ersten Blick zu den üblichen Verdächtigen gehören.

Partizipation

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Partizipation liegt bei Projekten im Web 2.0 grundsätzlich im Medium selbst verankert. Die Einwegkommunikation von Webseiten wurde überwunden durch die Möglichkeiten der Teilnahme, des Dialogs, des Kommentars. Nicht zuletzt erleichtert durch die technischen Möglichkeiten, die einfach und umfangreich grundsätzlich allen Webusern zur Verfügung stehen. Heisst, es wird nicht mehr nur konsumiert, sondern auch produziert. Doch ist das wirklich so? Neuste Studien zeigen immer wieder, dass wir von einer umfänglichen Interaktion im Web noch weit entfernt sind. Zwar gibt es einzelne Tools, auf denen Informationen fleissig hin- und hergeschoben werden, wie zum Beispiel Facebook oder YouTube. Doch sobald die Themen spezieller, die Herangehensweisen komplexer werden, sucht man teilweise nach der grossen Community, auf deren Feedback man es doch abgesehen hat. Der Kreis derer, die mitsprechen, ist häufig übersichtlich.
Wo und wie findet also wirkliche Partizipation statt? Partizipation bedeutet zunächst einmal Teilhabe, Teilnahme, Mitbestimmung. Dies setzt den Willen der Beteiligten voraus, sich einzulassen, sich auseinanderzusetzen und mitzureden. Es setzt aber auch die Orte voraus, an denen dies stattfinden kann. Dabei weisen Vermittlungsangebote zum Beispiel in Museen immer schon unterschiedliche Grade der Beteiligung auf. Von der One-to-Many-Konstellation in klassischen Führungen bis zu Initiativen, die Räume schaffen, an denen Neues ausprobiert werden kann und der Rahmen der Institution eventuell sogar verlassen wird.
Ein Beispiel für den Einbezug von BesucherInnen in die inhaltliche Gestaltung von Ausstellungen war 2008 ein Projekt des Hems-Museums in Harburg. Mit Hilfe eines Forums hatten BewohnerInnen und Interessierte die Möglichkeit, direkt auf die Positionierung des Hauses Einfluss zu nehmen: Grundsatzfragen im Hauptforum zu historischen Museen im Allgemeinen, zum Standort, zur Sammlung (digitale/analog), zur Frage nach Wechsel- oder Dauerausstellungen sind nur einige Aspekte, die dort aufgegriffen wurden. Welche Inhalte und Theme überhaupt gezeigt werden sollten, nahm einen eigenen Platz ein. Dabei entstand ein Themenkatalog, aus dem das Museum sicherlich noch heute schöpfen kann. Weiter ging es mit der Ausstellungsgestaltung: Von lesbaren Ausstellungstexten über den Wunsch nach Mitmachmöglichkeiten über den Einsatz von Multimedia bis hin zu szenografischen Entwürfen ist dort alles zu finden. Die Ergebnisse sollen in die Realisierung der Ausstellung zur Harburger Geschichte ab 2012 mit einfliessen.
Weitere Beispiele sind gerade aktuell auch auf dem audience+-Blog geschaltet, ein Blick darauf lohnt sich.

CC in Education und Social Media Guidelines

Sonntag, 3. Oktober 2010

Creative Common auch für Lehre und Unterricht? Kurz möchte ich nochmals das Thema aufgreifen, das im August schon gestreift wurde: Der Umgang mit Urheberrechten im Internet. Damals ging es vor allem um bereits bestehende Urheber- sowie Verwertungsrechte. Mit creative common ist es immerhin inzwischen ziemlich einfach, die eigenen Werke und geistigen Ergüsse in unterschiedlicher Tiefe zu schützen. Und dies nicht nur im Bereich Musik, Bild und Text, sondern auch in der Lehre resp. Vermittlung. Vor ein paar Tagen bin ich über einen Blogbeitrag gestolpert, in dem Mitarbeitende der Minnesota Historical Society Worksheets zur Social Media Strategie, zur Website und zum Bloggen zur Verfügung stellen sowie in Guidelines zu Social Media, Bloggen und Emailen grundsätzliche Herangehensweisen und Zugänge ins social web erläutern. Die Dokumente sind als doc auf dem Blogbeitrag vom 10. September 2010 von conference.archimuse.com herunterladbar… Einfach so. Ohne Lizenz. Free to share… Irgendeine Form von Copyright hätte man ihnen sicherlich nicht übel genommen ;-) .

Mister Wong

Samstag, 2. Oktober 2010

Die Beispiele, die rechts in der Navigation aufgeführt sind (und wahrscheinlich bald noch viel mehr), werden zusätzlich bei Mister Wong gebündelt. Um meine Empfehlungen mitsamt Verschlagwortung und Kommentar zu sehen: KLICK. Für Hinweise auf weitere zu verbookmarkende Seiten im Bereich Social Media und Vermittlung, Beispiele spannender Tools, die in und von Museen eingesetzt werden sowie grundsätzlich Informationen zum Lernen/Lehren/Wissen im weltweiten Web bin ich mehr als dankbar.