Archiv für April 2011

Partizipation durch Social Media? Museale Vermittlung und das Partizipative Web.

Donnerstag, 21. April 2011

Meine Thesen und Überlegungen zu Partizipation und museale Vermittlung durch Social Media:

Ebenso, wie Vermittlung im physischen Raum klar konzipiert und professionalisiert sein muss, braucht auch Vermittlung durch Social Media klare Konzepte, Zielsetzungen und eine professionelle Umsetzung, um nicht zu einem besseren Marketinginstrument degradiert zu werden.

Der Zugänglichkeit von Social Media Angeboten auch aus technischer Sicht sollte besondere Beachtung geschenkt werden.

Das Versprechen der Partizipation, das in der Aktivierung von user generated content steckt, sollte eingelöst werden, um als Institution glaubwürdig zu bleiben.

Werden BesucherInnen aufgefordert, selbst etwas im musealen Kontext zu produzieren, braucht dies Plattformen der Präsentation, die im Besten Falle in museale Strukturen eingebunden sind. Ein Flickr-Account voller Schnappschüsse der BesucherInnen ohne weiteren Kontext verliert schnell seinen Reiz und verkommt zum Datenfriedhof.

Wird ein Museum zum Freund, sind damit auch für das Museum Verpflichtungen wie regelmässige Kontaktaufnahme und das Generieren von kulturellem Mehrwert verbunden.

Die Bereitschaft, durch Vermittlung die Institution verändern zu lassen, zeigt sich nicht allein im Einsatz von Social Media.

Nicht der Einsatz von partizipativen Medien macht die Vermittlung partizipativer, sondern die Einstellung der Beteiligten.

Ich freue mich auf Kommentare!

Blog zum partizipativen Museum

Sonntag, 10. April 2011

Das Blog des historischen Museum Frankfurt sucht den Dialog zwischen Museumsleuten zum Thema Partizipation. Sehr schön die Auflistung der Ängste und Hoffnungen, die sich mit dem Einsatz von Partizipation im Museum einstellen. Und sehr schön auch die konkreten Fragen zu Partizipation im Museum. Sie rufen förmlich nach einer weiteren Auseinandersetzung!
Zum Beispiel:
Sichert Partizipation die Zukunft des Museums in der modernen Wissensgesellschaft?
Oder:
Verliert das Museum durch Partizipation seine wissenschaftliche Glaubwürdigkeit?

MuseumNext

Donnerstag, 7. April 2011
“…looks at how museums and galleries can benefit from new technology and the latest web trends. This two day conference will highlight best practice and act as a platform to ask ‘what next?’”.
Ende Mai in Edinburgh. Mehr Infos dazu: http://www.museumnext.org/2010/

Netzcheckers

Montag, 4. April 2011

“Hier ist Mitmachen und Sich-Einbringen ausdrücklich erwünscht: Das Jugendportal netzcheckers.de richtet sich an junge Menschen zwischen 12 und 16 Jahren und bietet Interaktion, Information, Kommunikation und Beratung. Durch die kreative Auseinandersetzung mit Internet und neuen Medien erweitern die Jugendlichen spielerisch soziale Kompetenzen, Wissen und Medienkompetenz und lernen, verantwortungsvoll mit den neuen Medien umzugehen. Besondere Vorkenntnisse sind für die Nutzung nicht erforderlich, da das Angebot niederschwellig konzipiert ist.”

Viele Tools, jugendgerecht aufbereitet – Vermittlung von Medienkompetenz als Teil der Vermittlung von musealen Inhalten?!? Notwendigerweise, würde ich sagen. Und systemimmanent.