Eine erste Idee

Ausgehend von den von Carmen Mörsch u.a. entwickelten vier Funktionen der Vermittlungsarbeit in Museen und Ausstellungsinstitutionen möchte ich in meiner Masterthesis verschiedene Tools im web 2.0 untersuchen und auf ihre jeweiligen Funktionen hin untersuchen.

Besonderen Augenmerk möchte ich in der Arbeit auf die Frage legen, ob sich durch die Partizipation von BesucherInnen die museumseigenen Inhalte beeinflussen lassen oder wie sich die Position von Museen als Bewahrer nicht nur von Objekten und Traditionen sondern auch von Wissen auf den nahezu uneingeschränkten Wissenstransfer im Web einstellen kann.

Momentan recherchiere ich Tools im web 2.0, die zu Vermittlungszwecken von musealer Seite aus eingesetzt werden. Hinweise auf museale Vermittlungsangebote im Netz sind äussert willkommen!

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3 Kommentare zu „Eine erste Idee“

  1. Christian Henner-Fehr sagt:

    Hallo Bettina, schade, dass das mit der stARtconference nicht klappt. Das Thema Deiner Arbeit ist sehr sehr spannend und berührt eigentlich eines der Kernthemen von Museen. Eine Fundgrube für Deine Arbeit dürfte das Blog Museum2.0 von Nina Simon sein. Außerdem vermutlich auch ihr Buch “The Participatory Museum”.

    Langfristig wird sich die Position von Museen als Bewahrer nicht halten lassen. Es geht nicht nur um den Blick zurück, sondern auch den Blick nach vorne. Interessant ist in diesem Zusammenhang von der American Association of Museums veröffentlichte Studie Museums & Society 2034: trends and potential futures .

    Falls Du noch mehr Infos brauchst: einiges findest Du auch auf meinem Blog. Ansonsten frag einfach, wenn es um konkrete Infos geht. ich freue mich auf alle Fälle, die Entstehung Deiner Arbeit hier im Blog mitverfolgen zu können.

  2. T.Paul sagt:

    Die Tools und möglichkeiten die es gibt,sind sicherlich anderen Branchen ähnlich. Nur die Nutzungsart, Ansprache etc. werden sicherlich anders sein.
    Was mir auffällt und immer wieder erstaunt ist, das die Unmengen an Inhalten und Wissen, Online nicht zur Verfügung stehen und wenn nicht auffindbar sind. Beispiel ist hier Google’s Bildersuche. Museen haben sicherlich Tausende, wenn nicht gar Millionen von Bildern mit entsprechenden Inhalten im Archiv.
    Sucht man aber nach Werken, nehmen wir mal Picasso, van Gogh etc., tauchen in den vorderen Suchergebnissen in den wenigsten Fällen die Museen mit ihren Inhalten auf.
    Da frage ich mich – warum?

  3. Bettina Riedrich sagt:

    Das hängt meines Erachtens noch immer mit den Urheberrechten zusammen, die die Werke 70 Jahre nach dem Tod des Künstlers schützen sollen, aber sicherlich auch mit den Nutzungsrechten an den digitalisierten Bildern. Dennoch gibt es inzwischen doch einige Anstrengungen, die Datenbanken auszubauen und auch zu vernetzen: die Europeana und der Marburger Bildindex sind zwei Beispiele dafür. Ich werde mich im Laufe der Arbeit sicherlich weiter damit beschäftigen, wobei es meiner Meinung nach vor allem ab dem Moment wirklich interessant wird, wenn die Werke nicht nur in eine Richtung zur Verfügung gestellt werden, sondern die Museen auch den Versuch unternehmen, Kommentare und Überlegungen dazu aufzunehmen und in ihre Arbeit einfliessen zu lassen (wie es beispielsweise das Institut für Kunstgeschichte der LMU in München mit ihrem Spiel ARTigo versucht).

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