Partizipation durch Social Media? Museale Vermittlung und das Partizipative Web.

Meine Thesen und Überlegungen zu Partizipation und museale Vermittlung durch Social Media:

Ebenso, wie Vermittlung im physischen Raum klar konzipiert und professionalisiert sein muss, braucht auch Vermittlung durch Social Media klare Konzepte, Zielsetzungen und eine professionelle Umsetzung, um nicht zu einem besseren Marketinginstrument degradiert zu werden.

Der Zugänglichkeit von Social Media Angeboten auch aus technischer Sicht sollte besondere Beachtung geschenkt werden.

Das Versprechen der Partizipation, das in der Aktivierung von user generated content steckt, sollte eingelöst werden, um als Institution glaubwürdig zu bleiben.

Werden BesucherInnen aufgefordert, selbst etwas im musealen Kontext zu produzieren, braucht dies Plattformen der Präsentation, die im Besten Falle in museale Strukturen eingebunden sind. Ein Flickr-Account voller Schnappschüsse der BesucherInnen ohne weiteren Kontext verliert schnell seinen Reiz und verkommt zum Datenfriedhof.

Wird ein Museum zum Freund, sind damit auch für das Museum Verpflichtungen wie regelmässige Kontaktaufnahme und das Generieren von kulturellem Mehrwert verbunden.

Die Bereitschaft, durch Vermittlung die Institution verändern zu lassen, zeigt sich nicht allein im Einsatz von Social Media.

Nicht der Einsatz von partizipativen Medien macht die Vermittlung partizipativer, sondern die Einstellung der Beteiligten.

Ich freue mich auf Kommentare!

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