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Magritte reloaded

Donnerstag, 10. März 2011

Interaktive Installationen für das Event After Dark: Get Surreal ermöglichen den BesucherInnen, sich per App und ihrem Mobil dem Thema der Ausstellung, dem Surrealismus aktiv zu nähern. Das Angebot ist im Exploratorium entstanden, dem Museum für Wissenschaften, Künste und menschliche Wahrnehmung in San Francisco. Auf einem Blog des Museums wird man fündig zu verschiedensten Angeboten aus der virtuellen Museumswelt.

Lernen (auch) im virtuellen Museum. Oder: Selbermachen lehrt!

Montag, 7. März 2011

Das Exploratorium in San Francisco ist ein Museum für Wissenschaften, Kunst und unsere Wahrnehmung – und dies nicht nur innerhalb des Museumsmauern. Neben den vielfach interaktiven Ausstellungsstücken im Haus selbst, an Hand derer die BesucherInnen in die Geheimnisse der menschlichen Wahrnehmung, der Physik und Mathematik eingeführt werden, ergänzt eine Unmenge an Websites die Museumsinhalte. Per Film, Bau- oder Bastelanleitung, Spiel oder durch den virtuellen Museumsbesuch im Second Life erfahren die BesucherInnen nicht nur, warum sich unser Gesang in der Dusche so viel grandioser als in der Küche anhört oder wie eine Oper aufgebaut ist, auch wie der Maya-Code entschlüsselt wird , ein Bild aus Licht hergestellt werden kann oder welches das beste Rezept für Seifenblasen ist und warum, ist zu erfahren. Ein grandioser Streifzug durch die Welt der Sinne nicht nur für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, sondern auch für Künstler, Wissenschaftler, Museumsleute oder – ganz einfach Neugierige!

Deerfield

Sonntag, 20. Februar 2011

Die Geschichte eines kleinen Ortes in Nordamerika – aus fünf Perspektiven dargestellt in einer Online-Ausstellung, die zwar schon einige Jahre auf dem Buckel hat aber nichtsdestotrotz ein sehenswertes und spannendes Projekt ist. Auf der Startseite hat man die Möglichkeit, sich dem Konflikt zwischen den kolonisierenden Ländern England und Frankreich und den kolonisierten Gruppierungen der Kanienkehaka, der Wendat und der Wôbanaki unterschiedlich zu nähern: Mit einer Einführung aus dem Off, aus Sicht jeder der fünf beteiligten Kulturen, historisch per Zeitleiste oder direkt hinein ins Kampfgetümmel. Hat man sich durch die diversen Informationsseiten und Bildleisten durchgeklickt – und sich vielleicht ein eigenes Bild der Geschichte gemacht – kann man dieses noch spielerisch testen und das Erlernte festigen. Eine Einführung für Lehrer sowie der Konzeptentwurf des gesamten Projektes sind ebenfalls transparent und übersichtlich abzugreifen.
Am Spannendsten meiner Meinung nach das eher implizite Wissen, das BesucherInnen der Seite vielleicht mitnehmen: Neben den vielen Facts&Figures wird klar, dass es nicht EINE Geschichte gibt, sondern, dass die Ereignisse von allen Beteiligten unterschiedlich wahrgenommen und interpretiert wurde – dass also nur jede/r die eigene Geschcihte schreiben oder erzählen kann, ansonsten geht die Kolonisierung weiter.