Artikel-Schlagworte: „Kollaboration“

Netz macht Kultur

Mittwoch, 3. August 2011

Eine Zusammenfassung der Tagung Netz macht Kultur auf dem Blog zukunftkulturvermittlung schliest mit dem Hinweis, dass Kulturvermittlung zu professionalisieren sei – egal, ob im digitalen oder im analogen Bereich, da die Prinzipien dieselben seien. Ich pflichte Frau Mandel grundsätzlich bei, habe ja selbst in einem eigenen Blogbeitrag davon gesprochen, dass “nicht der Einsatz von partizipativen Medien [...] die Vermittlung partizipativer [macht], sondern die Einstellung der Beteiligten” und ein Umdenken der beteiligten Häuser notwendig ist. Dennoch würde ich gerne auf einen Bereich fokusieren, der digitale von analogen Medien doch noch mehr unterscheidet, und Relevanz auch für die Vermittlung hat: Die Transparenz, die durch den Einsatz von digitalen Tools forciert werden kann – Transparenz der musealen Strukturen, Transparenz der Wissensproduktion, Transparenz der Hierarchien – diese Transparenz, wenn vom Museum gewollt und eingesetzt, kann dazu führen, dass die Institution sich neu positioniert und sich beteiligt an Diskursen und Debatten. Dass das “Umdenken [in] der Unternehmenskultur“, von der Mandel spricht, nicht nur darin besteht, die Öffentlichkeit an der Institution partizipieren zu lassen, sondern selbst Teil der Öffentlichkeit zu werden und Kollaboration statt Partizipation zu initiieren. Vermittlung würde dann heissen, dass Museen aktiv teilnehmen am gesellschaftlichen Leben, zu Plattformen und Diskussionsräumen werden und Orte der Begegnung werden, an denen gesellschaftliche Bedingungen ausgehandelt werden können. Diese Entwicklung, die sich ganz vage vor allem im angelsächsischen Raum abzuzeichnen beginnt, kann durch einen überlegten Einsatz von Social Media und ein bewusstes sich Öffnen in digitalen Welten nur unterstützt werden.

Trotzdem: Der Versuch einer Systematisierung von Web 2.0 Tools für die Vermittlung

Sonntag, 17. Juli 2011

Entgegen meiner in der Masterarbeit Mehr Partizipation durch Social Media? Museale Vermittlung und das Partizipative Web vertretenen Meinung, dass „nicht die Form, sondern der Inhalt [...] aus­schlaggebend“ ist, versuche ich mich im Folgenden dennoch an einer Art Systematik, um die vielen Tools, die auf dem Markt sind, die unterschiedliche Bedürfnisse befriedigen und für äus­sert verschiedene Zwecke eingesetzt werden, auf ihre Eignung als Medien der musealen Vermitt­lung hin zu prüfen.

Ich stelle einen ersten Entwurf hier zur Diskussion und würde mich sehr über Kommentare, Kritik, Beiträge sowie natürlich Vorschläge zur Zusammenarbeit freuen!

P.S.: Das ist alles noch sehr rudimentär, inhaltlich wie auch gestalterisch. Es ging mir mehr darum, eine Visualisierung zu versuchen, um Museumsleute auf den vielfältigen Einsatz aufmerksam machen zu können. Ausserdem kann man so schön sehen, wo noch Handlungsbedarf besteht!