Artikel-Schlagworte: „Wissen“

Digital Audience: engagement with arts and culture online

Sonntag, 27. Februar 2011

Eine Bericht und eine Auswertung von Internetnutzung in Bezug auf kulturelle Aktivitäten vom November 2010. Die Zahlen sind beeindrucken: über 50% der Online-Bevölkerung hat das Internet in den letzten 12 Monaten auch zu kulturellen Zwecken genutzt. Die Art und der Weise der Nutzung ging von Informationsbeschaffung zu kulturellen Events über Ticketkauf zu Lernen und Erfahrungen sammeln über Teilen bis hin zum Produzieren von kulturellen Inhalten im Netz. Der ausführliche Bericht ist unter anderem beim Arts Council downloadbar.

Deerfield

Sonntag, 20. Februar 2011

Die Geschichte eines kleinen Ortes in Nordamerika – aus fünf Perspektiven dargestellt in einer Online-Ausstellung, die zwar schon einige Jahre auf dem Buckel hat aber nichtsdestotrotz ein sehenswertes und spannendes Projekt ist. Auf der Startseite hat man die Möglichkeit, sich dem Konflikt zwischen den kolonisierenden Ländern England und Frankreich und den kolonisierten Gruppierungen der Kanienkehaka, der Wendat und der Wôbanaki unterschiedlich zu nähern: Mit einer Einführung aus dem Off, aus Sicht jeder der fünf beteiligten Kulturen, historisch per Zeitleiste oder direkt hinein ins Kampfgetümmel. Hat man sich durch die diversen Informationsseiten und Bildleisten durchgeklickt – und sich vielleicht ein eigenes Bild der Geschichte gemacht – kann man dieses noch spielerisch testen und das Erlernte festigen. Eine Einführung für Lehrer sowie der Konzeptentwurf des gesamten Projektes sind ebenfalls transparent und übersichtlich abzugreifen.
Am Spannendsten meiner Meinung nach das eher implizite Wissen, das BesucherInnen der Seite vielleicht mitnehmen: Neben den vielen Facts&Figures wird klar, dass es nicht EINE Geschichte gibt, sondern, dass die Ereignisse von allen Beteiligten unterschiedlich wahrgenommen und interpretiert wurde – dass also nur jede/r die eigene Geschcihte schreiben oder erzählen kann, ansonsten geht die Kolonisierung weiter.

Ask a curator

Samstag, 13. November 2010

Ein kurzes Lebenszeichen mit einem Hinweis auf einen Blog-Beitrag von Ausstellungen/Einstellungen, einer Platform Berliner Ausstellungsmacher und Kunstschaffender: Der im September über Twitter lancierte Event Ask a curator soll ab Februar 2011 offensichtlich eine grössere, anhaltendere (Platt-)Form erhalten. Mehr dazu auf dem Blogeintrag von Karla Kritik vom 10.11.10. In Kürze und in Ruhe auch wieder mehr von mir …

Eine Frage des Urheberrechtes?

Montag, 16. August 2010

Die letzen Kommentare aufgreifend, möchte ich gerne eine kurze Diskussion starten zum Thema Urheberrecht – bzw. warum es teilweise so schwierig scheint, Inhalte öffentlich zu verhandeln. Das hat, geht es um Bilder, Texte und Audiodaten, sicherlich einerseits mit dem Urheberrecht zu tun. Vor kurzem hörte ich von einem Naturwissenschaftler, dass es dort immer üblicher wird, Forschungsergebnisse sofort oder zumindest ziemlich schnell online zu stellen. Zum einen, um sie der weiteren Bearbeitung zur Verfügung zu stellen, zum anderen aber auch, weil durch das Internet deutlich schneller als über Printmedien die Urheberschaft an den Ergebnissen kommuniziert werden kann – es ist ja nicht so, dass das Urheberrecht verloren geht, nur weil die Inhalte publiziert sind. Das war bei den Printmedien nicht der Fall und ist es auch online nicht. Vielleicht ist das einfacher, werden keine Verwertungsgebühren berechnet, aber wie sich ja vor allem auch im Audio-Bereich gezeigt hat, nutzt es wohl wenig, sich daran festzuklammern und die User entscheiden schlussendlich doch um gängige Verwertungswege herum. Offensichtlich bedarf es Wege, den monetären Ausgleich anderweitig zu suchen …
Meiner Meinung spielen jedoch noch andere Aspekte mit rein, wenn es darum geht, museale Inhalte weiterhin im Elfenbeintum zu behalten. Spielt dort nicht auch immer eine gewisse Überzeugung von Expertentum mit rein, von dem Eindruck, die Objekte und die damit verbundenen Inhalte gehörten einzelnen Häusern? Und auch von einer gewissen Fertigkeit der Inhalte?
Sabria David hat dazu auf der letzten stART-conference – sich auf den Prozess der “Verfertigung eines Gedankens” von Heinrich Kleist berufend – die erweiterte Idee des offenen Kunstwerkes vertreten: “Was entsteht, ist keine letzte Wahrheit mehr. Es wird wahrer, je mehr sich daran beteiligen. Es überholt sich. Es schreibt sich fort. Es lebt tatsächlich.”

Eine erste Idee

Montag, 9. August 2010

Ausgehend von den von Carmen Mörsch u.a. entwickelten vier Funktionen der Vermittlungsarbeit in Museen und Ausstellungsinstitutionen möchte ich in meiner Masterthesis verschiedene Tools im web 2.0 untersuchen und auf ihre jeweiligen Funktionen hin untersuchen.

Besonderen Augenmerk möchte ich in der Arbeit auf die Frage legen, ob sich durch die Partizipation von BesucherInnen die museumseigenen Inhalte beeinflussen lassen oder wie sich die Position von Museen als Bewahrer nicht nur von Objekten und Traditionen sondern auch von Wissen auf den nahezu uneingeschränkten Wissenstransfer im Web einstellen kann.

Momentan recherchiere ich Tools im web 2.0, die zu Vermittlungszwecken von musealer Seite aus eingesetzt werden. Hinweise auf museale Vermittlungsangebote im Netz sind äussert willkommen!